
Skatevideos, VHS-Tapes, Magazine, Musik, Orte, Reisen, Dinge, die hängen bleiben und Spuren hinterlassen.
Bei der Feldarbeit geht es genau darum: um persönliche Archive, um Erinnerungen und um die Frage, wie wir zu
dem geworden sind, was wir heute sind.
Am 20. Februar ist Torsten Frank zu Gast im Werkstatthaus. Torsten ist einer der prägendsten
Skateboard-Filmemacher Europas, Creative Director bei adidas Skateboarding und seit vielen Jahren weltweit
unterwegs mit einer Kamera, immer nah an der Szene, immer auf der Suche nach Momenten, Styles und
Geschichten, die sich nicht planen lassen. Er hat mit Skate-Legenden wie Mark Gonzales gearbeitet, für Thrasher
Magazine die Serie ABNORMAL COMMUNICATIONS realisiert und Skateboarding als gelebte Kultur
dokumentiert – roh, direkt und ehrlich.
In der Feldarbeit erzählt Torsten nicht chronologisch und nicht akademisch. Stattdessen bringt er 5-7 Medien mit,
die ihn geprägt haben: Bücher, Filme, Musik, Magazine oder Fragmente aus seinem eigenen Archiv. Anhand dieser
Dinge entfaltet sich eine autobiografische Spurensuche zwischen Skateboarding, Reisen, Film und Alltag.
Persönliche Anekdoten treffen auf Szenegeschichte, Erinnerungen mischen sich mit Fiktion, genau dort, wo es
spannend wird.
Die Feldarbeit versteht sich als mündliche Überlieferung (Oral History): Geschichte entsteht im Erzählen. Es geht
nicht um Faktenchecks, sondern um Atmosphäre, Prägung und Identität. Welche Bilder, Sounds und Geschichten
haben uns beeinflusst? Welche Momente haben uns in eine bestimmte Richtung geschoben, vielleicht sogar dazu
gebracht, genau diesen Weg einzuschlagen?
Das Format ist bewusst offen, intim und locker. Popkultur, Skateboarding, Kunst und persönliche Geschichte
verschränken sich. Im besten Fall geht man nach Hause und denkt kurz über die eigenen Archive nach, über die
Dinge, die einen bis heute begleiten.